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13.10.2012, Kanuten beim CESKY KRUMLOV RIVER MARATHON auf der Moldau unterwegs
Bei besten Bedingungen und hervorragender Organisation nahmen 13 Spremberger Slalom- und Wasserwander-Kanuten beim 10. Marathon
in Cesky Krumlov (CZ) am 13. Oktober 2012 teil. Insgesamt starteten über 300 unterschiedliche Boote und fast alle
erreichten erfolgreich das Ziel.
Die Strecke führt von Vyssi Brod (am Lipnostausee) über Rozmberk nach Cesky Krumlov. Sie ist 36,5 km lang und neun
Wehre sind zu durchfahren. An den Wehren, Bootsrutschen oder Floßgassen sind immer ausreichend Sicherheitskräfte
postiert. Es standen mindestens drei bis vier Rettungskräfte angeseilt in Trockenanzügen im Wasser und waren sofort
zur Stelle, sollte jemand nach einer Kenterung nicht allein wieder hoch rollen können. Auf der ganzen Strecke flog
zusätzlich ein Hubschrauber und hatte die Angelegenheit aus der Luft voll im Griff.
Nach einem imposanten Massenstart erreichte unserer Wasser-Marathon-Veteran Rüdiger Schulze-Rusch nach 2 h 51 min das Ziel.
Trotz drei Minuten langsamer wie zum Vorjahr, war sein Ergebnis spitze.
Ihm folgte im Einer-Kajak Carsten Handrick mit 3h 15 min. Carsten als langjähriger Wild-Wasser-Wanderer war begeistert
und sagte: „So eine tolle Fahrt habe ich selten erlebt“. Im Trio der Einer-Kajaks ergänzte Ronald Kowalla und
erreichte das Ziel nach 3h 33 min.
Etwas Startschwierigkeiten machten der Zweierbesatzung Annett Mikucki und Andreas Kautz das erste Wehr, das nach dem ersten
Kilometer folgte. Der Ehrgeiz beim Massenstart von Andreas „Los, wir bleiben dran!” wurde Ihnen zum
Verhängnis. Kaum am ersten Wehr angekommen, wollten ca. 150 Boote gleichzeitig eine Wehrrutsche von drei Metern Breite
durchfahren. Es gab Boote, die nahmen Rücksicht, andere hatten ihre Zeit im Blick und fuhren mit hoher Geschwindigkeit
auf das Wehr zu. Mikucki-Kautz ließen sich zu weit nach links auf das Ufer drängen, vor ihnen eine Kenterung, mit
der sie kollidierten. Ein Ausweichen war nicht mehr möglich und ein weiteres Boot rampte die Beiden und sie kenterten.
Zum Glück lagen die Temperaturen bei 10 Grad plus bei wärmender Sonne. Das Boot wurde ausgekippt. Einsteigen und
weiter ging es. Schließlich lagen noch 35,5 Kilometer vor uns!
Die Landschaft war durchzogen mit Wald. Der Fluss schlängelte sich abwechslungsreich bis zum Ziel. Die frische Luft mit
wolkenfreiem Himmel und herrliche Stadtansichten ließen die vielen Kilometer vorbeischwinden. So waren die immer
stärker werdenden Schmerzen in Armen und Schultern nur noch halb so schlimm.
Die weiteren acht Wehre waren nicht ohne, aber alle Boote passierten diese mit Bravour.
Unterwegs wurde ein Stein dem Zweierduo Uwe und Wolfram Mogk zum Verhängnis und sie kenterten. Doch auch sie erreichten
erfolgreich und reichlich erschöpft das Ziel nach 4h 29 min. Auch wenn es für die zwei Neulinge ein hartes Brot war,
waren sie begeistert vom Ambiente und sind zu 50 Prozent im kommenden Jahr wieder dabei.
Ebenso stolz und erleichtert erreichten die weiteren Bootsbesatzungen das Ziel:
| Zeit |
Bootsbesetzung |
| 03:31 |
Annett Mikucki und Andreas Kautz |
| 03:31 |
Daniel Noack und Göran Winter |
| 03:34 |
Anke Krüger und Peter Kautz |
| 03:37 |
Anja Kießlich und Kerstin Sommer |
Neben dem Marathon gab es viel Gemütlichkeit, die traumhafte Kulisse von der UNSECO unter Denkmalschutz gestellten Stadt
Cesky Krmlov wurde erkundet und Gastfreundschaft geschlossen.
Die Truppe dankt Armin Kießlich für seine ausgezeichnete Organisation sowie Rüdiger für den Tipp, diese Fahrt
einmal mitzumachen. Diese Fahrt war für viele Kanuten ein sehr schöner Jahresabschluss. Und so wie es ausschaut,
wird diese Fahrt wohl fester Bestandteil im Terminplan werden.
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