Slalom

 
   
 


Berichte Marathon von Rüdiger Schulze-Rusch

 

1000 - Seen Marathon 2011 am 24.September 2011
und wieder über 62,0 km

der 1000 - Seen Marathon ist ja für einen gestandenen Marathonfahrer fast schon eine Pflichtveranstaltung. Zur Erinnerung - Zitat vom Vorjahr:

Nun ist der 1000 Seen-Marathon aber auch eine Breitensportveranstaltung bei der auch Familien im Kanadier oder Faltbooten etc. mitfahren. Für die ganz Kleinen gibt es dann auch einen Wichtel-Marathon. Wer dann schon annähernd das Erwachsenenalter erreicht hat entscheidet sich für den Halbmarathon oder den klassischen Marathon über 42 km. Wem das noch zu kurz nimmt am "Langen" Atem über 62 km teil.

Warum nur wieder die 62 km Strecke? Weil ich meinen ersten Platz aus dem Vorjahr zu verteidigen hatte und da kneift man nicht. Und zweitens je kürzer die Strecken im Alter werden umso weniger werden die Chancen vorn mit zufahren. Nachdem miserablen Wetter vom Vorjahr hatte es Petrus dieses Jahr wieder gut mit uns gemeint. Bei herrlichem Spätherbstwetter und Temperaturen von über 20 Grad vielen die Vorbereitungen leichter als im Vorjahr bei Sturm und Regen.

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„Die Elbe - von Usti nad Labem nach Dresden-Laubegast“

Irgendwann hatte ich mir vorgenommen, einmal die Elbe von der tschechischen Seite bis nach Dresden mit dem Boot zu fahren. Ich wartete eigentlich nur noch auf ein geeignetes Wochenende, bei dem keine Marathons anstehen und auch das Wetter mitspielt.

Nicki hatte sowieso vor, noch einmal in die Tschechei zu fahren und so machte ich ihr den Vorschlag, dass Sie mich auf der Rückfahrt irgendwo absetzt und sie mich in Dresden am Ziel meiner Fahrt wieder abholt.

Für dieses Wochenende, das erste Septemberwochenende 2011, war wunderbares Wetter angesagt und so passten die Vorraussetzungen optimal.

Vorab holte ich mir bei Google-Earth noch die notwendigen Informationen über die Streckenlänge und Einstiegsmöglichkeiten. Das bot sich in Usti n. Labem direkt an der Mariannenbrücke an und ich hoffte, dass das in der Praxis auch möglich war.

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Fünen Marathon 2011

2011 war nun meine 5. Teilnahme an der Sea Challenge Fyn.

Wie in jedem Jahr findet die wohl härteste Marathon Veranstaltung in Europa in der ersten Augustwoche statt. Wiederum hatten sich über 70 Teilnehmer in den verschiedenen Bootsklassen gemeldet.

Aus Deutschland waren wir dieses Mal nur eine kleinere Gruppe mit 6 Männern und einer Frau sowie Marcel aus der Schweiz, der nun auch schon zum 4. Mal daran teilnahm und den wir auch zu unserer Gruppe zählen - ein Urgestein und immer für Spaß zu haben.

Ich verzichte dieses Mal auf die Ausführungen zu den einzelnen Etappen - sind sie doch von mir in den Vorjahren reichlich beschrieben worden. Also nur kurz soviel: 7 Etappen, davon 5 mit rd. 40 km, 1 Etappe mit 80 km, die aber dieses Jahr aufgrund der Witterungsverhältnisse vom Veranstalter auf 45 km verkürzt wurde und eine 20 km Etappe als Einzelzeitfahren.

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Hiddensee-Marathon 2011 - der Klassiker in Deutschland

Neptuns große Herausorderung oder Selbstkasteiung?

Der Hiddensee-Marathon hat ja schon eine richtige Tradition und das bezieht sich nicht nur auf die Häufigkeit - war es doch in diesem Jahr nun schon der 10. Hiddensee-Marathon -sondern insbesondere auch auf die Rahmenbedingungen. In diesem Jahr nahm ich nun schon zum fünften Mal teil und habe noch nie ideale Bedingungen vorgefunden. Vor 2 Jahren musste er wegen Starkwindes abgesagt werden. Gleiches stand uns fast wiederum bevor. Bei Windstärken von 5-6 Beaufort ist es wohl den wenigsten Paddlern vorbehalten rund Hiddensee zu paddeln. Doch die Organisatoren hatten einen Plan B. Sie verlegten in Absprache mit allen Verantwortlichen (Wasserschutzpolizei, DLRG usw.) die Strecke in den Bodenbereich. Wer nun glaubte, dass würde jetzt ein Kinderspiel der hatte sich gründlich getäuscht, denn auch bei Windstärken 5-6 und in Böen mehr der sah sich vor fast unlösbaren Aufgaben gestellt. Gestartet wurde um 6 Uhr wie immer und die Teilnehmerzahl meldete einen Rekord: über 60 Teilnehmer mit rd. 55 Booten, das war mehr als in den Vorjahren und zeigt, wie sich dieser Marathon etabliert hat.

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Pfingsten 2011 auf den Halligen

Ich kannte die Halligen bisher nur vom Fernsehen und aus den Nachrichten, wenn es wieder einmal um Sturmfluten ging.

Und so wundert es nicht als ich die Einladung von meinem Freund Dirk der in Glückstatt lebt und sich in dem Gebiet gut auskannte annahm. Dirk ist ein erfahrener Seekajaker der seine Fahrten mit viel Erfahrung und Umsicht leitet. Es ist nicht so, dass ich noch nie auf der Nordsee war und ich ggf. auch nicht allein fahren würde, doch das Bedarf einer guten Vorbereitung und gute Kenntnis vom Revier. Nicht zu vergleichen mit dem Revier der Ostsee.
Man muss die Tide also die Gezeiten kennen, wann ist Hochwasser und wann ist Niedrigwasser, wie wird der Wind sein? Kommt er mit der Tide oder gegen die Tide- wie laufen die Priele? Stimmen die noch überein mit der letzten Seekarte usw. usw. All diese Vorbereitung konnte ich umgehen und mich einfach Treiben lassen. Wir waren insgesamt neun Paddler/Paddlerinnen und eine insgesamt gute Gruppe. Das ist bei solchen Fahrten wichtig. Alle sollten leistungsmäßig ziemlich ausgewogen sein.

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"Das Blaue Band der Havel" oder "Von Dom zu Dom"

egal - der Weg ist der gleiche

Diese Wanderfahrt viel auf den gleichen Termin wie der MMMM was heißt Meißen - Magdeburger - Mammut - Marathon den ich im letzten Jahr gefahren bin.
Da der Wasserstand der Elbe in diesem Jahr nicht so gut war, entschied ich mich für die Fahrt "Dom zu Dom" von Brandenburg nach Havelberg in 2 Tagen. Das versprach eine gemütliche Tour zu werden. Ralf ein Paddelfreund und Heinz hatten die Tour schon einmal gemacht. Wir trafen uns nicht in Brandenburg sondern im Boothaus in Rathenow, die auch eine sehr schöne Anlage haben. Dort richteten wir unseren Stützpunkt für die 2 Tage ein, denn die Freundin von Ralf fuhr uns am nächsten Morgen nach Brandenburg. Als wir am Nachmittag ankamen standen unsere Zelte schon und wir waren eingerichtet. In Bbg. angekommen ging es um 9:30 in die Boote und mit Kurs auf den Breitling. Der hatte es nicht so gut mit uns gemeint und sorgte für viel frische Luft. Als wir den passiert hatten ging es zum Plauer See und da der Wind von West kam hatten wir ihn nun nicht mehr gegen an sondern von der Seite. Aber er wurde mit zunehmender Fahrzeit auch immer schwächer. Alsbald ging es in die Havel und in Kützkow war das Mittagessen eingeplant. Ich war überrascht wie viel Wasser die Havel hatte- randvoll. Also kein Grund zur Klage. Nach dem Mittagessen ging es weiter nach Rathenow wo wir gegen 15:30 Uhr eintrafen- gerade rechtzeitig zur Teatime - die Meisten haben wohl Kaffe getrunken. Am Abend wollten wir Essen gehen, was sich als recht schwierig heraus stellte. Nahe gelegene Restaurants hatten entweder zu oder geschlossen Gesellschaft. Nach fast einer Stunde Fußmarsch haben wir dann doch noch einen Tipp bekommen der nicht mal so schlecht war. Auf der Karte standen Lamm was es aber nicht mehr gab. So bestellten wir Nudeln oder Pizza oder irgendwas italienisches. Man versprach uns wenn wir morgen wiederkommen würde es Lamm geben.

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41. ICF Weser Marathon am 8. Mai 2011

Wir hatten uns entschlossen in Vorbereitung auf die diesjährigen Wettkämpfe im Vorfeld viele Kilometer zu fahren und so nahmen wir auch diesen Marathon ( kein Zeitfahren ) in Angriff. Eigentlich ja noch mehr aber dazu komme ich noch. Die Vorbereitung bedarf schon einiger Logistik aber dafür hatte ich Heinz und die anderen. Wir beschlossen nämlich am Samstag auch noch die Werrafahrt von Eschwege nach Witzhausen zu fahren. So musste organisiert werden wer uns und die Boote von Hannv. Münden nach Eschwege fuhr und uns in Witzenhausen wieder abholt. Aber es klappte alles gut weil Gerhard aus Darmstadt am Samstag nicht mitfahren wollte und den Transport übernahm. Die ca. 44 km auf der Werra waren landschaftlich fantastisch ringsum die grün bewaldeten Hänge, ein Genuss für Auge und Seele. Dabei konnte man fast das Paddeln vergessen. Einzige Trübsal war das durch den Kalibergbau sehr beeinträchtigte Wasser da noch dazu kam dass der Wasserstand nicht gerade sehr hoch war.

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1. Dessauer Berg - u. Tal- Marathon

1. Dessauer Berg- und Tal Marathon am 19.März 2011. Wir hatten mit Heinz beschlossen die Wintersaison mit diesem Marathon zu beenden und das Wetter passte gut dazu. Bei schon frühlingshaftem Wetter war die Anreise am späten Freitag Nachmittag erfolgt. Im Bootshaus in dem wir letztes Jahr zum Elbe - M. schon übernachtet hatten wurde ich herzlich empfangen. Bald danach trafen auch weitere Sportfreunde ein mit denen ich schon einige Fahrten gemacht hatte. Abends ging es noch in eine nahe gelegene Sportlergaststätte bei der es recht gutes Essen gab. Am nächsten morgen gegen 10:00 Uhr war der Start. Dieser erfolgte direkt vor dem Bootshaus der Junkers Paddelgemeinschaft und zwar als Einzelstarts. Die Strecke ging insgesamt über 28 km auf der Elbe nach Vockerode stromaufwärts 14 km und dann wieder zurück. Gewendet wurde direkt am still gelegten Kraftwerk. Gestartet wurde in einminütigen Abstand. Insgesamt waren es rund 30 Teilnehmer, für einen ersten Marathon eine recht gutes Starterfeld. Ich starte als Dritter so wie gemeldet wurde.

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Winter-Elbe-Marathon 2011

Zum 9. Mal hatte der Dresdener Kanuverein Laubegast e. V. zum Winter-Elbe-Marathon vom 4.-6.02. eingeladen.

Dieser Einladung sind ausnahmslos viele Kanuten gefolgt. Für mich war es die dritte Teilnahme an diesem Marathon und ist immer ein Anlass die paddelarme Zeit der Wintermonate zu überbrücken. Bei gemäßigten Wintertemperaturen von ca. 5 Grad war das paddeln auch relativ angenehm. Mit über 50 Booten war es die höchste Teilnehmerzahl die ich in den 3 Jahren erlebt habe.

Gefahren wurde wie in den Vorjahren von Bad Schandau nach Dresden-Laubegast über 38 km ohne Portage.

Bootsklassen waren eingeteilt in KI und CI im Kanurennsport und PI / WI im Kanuwandersport. Dazu die entsprechenden Altersklassen. Für mich galt es meinen ersten Platz aus dem Vorjahr zu verteidigen.

Treffpunkt und Abfahrt war 9 Uhr im Boothaus Laubegast und um 11 Uhr war der Start in Bad Schandau.

Für den Sonntag wurde wie schon für die vorangegangenen Tage sehr starker Wind aus Süd-West in Böen mit 70 km/h vorausgesagt. Das bedeutete die ganze Strecke gegen den Wind zufahren. Das war alles andere als angenehm und versprach auch keine gute Zeit zu werden.

Starten konnte jeder wieder einzeln und es wurde am Start und im Ziel die Zeit genommen.

Ich hatte mich in diesem Jahr entschieden mit einem etwas schnelleren Boot als im Vorjahr zu fahren, was allerdings auch mehr Konzentration abverlangte. Denn bei den Wassertemperaturen ins Wasser zu fallen wäre wohl das Übelste was passieren durfte.

Da wir sehr zeitig am Startplatz waren sind wir auch schon rund eine halbe Stunde früher gestartet.

Ich versuchte mir mein Tempo gut einzuteilen, ich kannte ja die Strecke und dank GPS war ich auch ständig über die noch zu fahrenden Kilometer informiert. Was aber viel schlimmer war, war die schwankende Geschwindigkeit bedingt durch den extremen Gegenwind die mich von rd. 15 km/h teilweise bis 7 km/h nach unten beschleunigte.

Bei Pirna blies der Wind so stark gegen den Strom, dass richtig starke Wellen entstanden. Manchmal nahm ich dann etwas Fahrt raus um nicht allzu nass zu werden wenn die Bootsspitze durch die Wellen geht oder das Boot auf die Welle aufschlägt.

Von Pirna aus waren es nur noch wenige Kilometer vorbei am Schloss Pillnitz und irgendwann war ich dann schon im Ziel.

Trotz heftigen Gegenwindes konnte ich meinen ersten Platz vom Vorjahr verteidigen und die Zeit von 2:32 Std. vom Vorjahr noch um 8 Minuten unterbieten. Das war einerseits gut aber schlecht für das nächste Jahr, denn immer noch besser zu sein geht irgendwann nicht mehr.

Im Anschluss gab es Urkunden und Pokale sowie Gegrilltes, Kaffe und Kuchen.
Der Verein hat sich wie jedes viel Mühe gegeben und alles rundherum gut organisiert. Dafür herzlichen Dank an den Kanuverein Laubegast.










Was ist denn eigentlich Kanumarathon?

Der Kanumarathon ist ein Langstreckenwettkampfsport der über die klassische Marathondistanz von 42,195 km geht, der aber auch über längere Distanzen (bis 500 km) ausgetragen werden kann.  Es ist die Langzeitausdauervariante im Kanusport. Einige Veranstalter bieten auch Halbmarathons an wie man sie aus den Laufwettbewerben kennt.

Diese Rennen werden auf natürlichen Gewässern, Binnenseen, Kanälen und auf offenen Gewässern (Ostsee, Nordsee, Mittelmeer etc.) ausgetragen, z. B. (Devizes to Westminster, Tour de Gudena, rund Fünen, Hiddensee-M., Dalsland-M, oder Arctic Canoe Race usw.). In Deutschland beginnen die Teilnehmer an Marathonregatten schon im Schülerbereich (13-14 Jahre) und es hört im Altersklassebereich (50 Jahre und älter) auf. Der Marathon-Rennsport wird im DKV nur in ca. 40 Kanuvereinen betrieben. Die Marathonhochburgen liegen dabei im Saarland, Hessen und in den östlichen Bundesländern.

Die Bootsklassen sind i. d. Regel im Breitensport nicht vergleichbar mit denen des Kanurennsports, es gibt nicht die gleichen Gewichts-Längen oder Breitenvorgaben. Bei einigen Veranstaltungen wird lediglich in Bootstypen und Bootslängen unterschieden. Die Marathonveranstaltungen sind deshalb sehr unterschiedlich von ihren Anforderungen sowie auch vom Teilnehmerfeld. Es gibt Marathons, die haben einen ausgesprochenen Breitensportcharakter. Diese Teilnehmer fahren in der Regel mit schnellen Wanderbooten oder Seekajaks je nach den Bedingungen. Typisch hierfür ist der 1000-Seen-Marathon. Natürlich geht es bei der Mahrzahl der Teilnehmern um eine gute Platzierung. Aber bei diesen Veranstaltungen gibt es auch Kanuten - meist sind es ehemalige Rennkanuten (ca. ein Drittel der Teilnehmer) die mehr wollen. Die fahren mit so genannten Multisport-Booten, ich bezeichne sie mal als entschärfte Rennboote. Die Breite der Boote beginnt bei ca. 43 cm und die Länge zwischen 5,00 und 6,00 m. Dabei sind die Formen sehr unterschiedlich. Da es sich bei den Marathons nicht ausschließlich um reine Flachwasserrennen handelt, müssen die Boote auch sehr unterschiedliche Anforderungen erfüllen. Oftmals muss man mit den Booten je nach Fähigkeit des Kanuten mit Wellen von 1,5 bis 2,0 m zurechtkommen.

In der Regel erfolgen die Starts als Massenstart. Es gibt auch Etappen mit Einzelzeitfahren. Der Marathonrennsport beschränkt sich nicht nur darauf, am schnellsten vom Start zum Ziel zu kommen, sondern es kommen während einer Marathonregatta mehrere sogenannte Portagen vor. Bei diesen Portagen (natürliche oder künstliche Hindernisse im Flussverlauf) kommt es darauf an möglichst schnell dass Boot zu verlassen und mit dem Boot zusammen dieses Hindernis auf dem Landwege zu umlaufen. Danach gilt es wieder schnellst möglich einsteigen und weiter dem Ziel auf dem Wasserwege entgegen. Dieser Vorgang kann sich während eines Rennens mehrmals wiederholen. Diese Portagen können bis zu mehreren hundert Meter lang sein und können den Paddelrhythmus empfindlich stören. Hierbei spielt auch das Gewicht des zu transportierenden Bootes eine wesentliche Rolle.

Marathonwettkämpfe bedürfen einer sehr sorgsamen langfristigen sowie auch kurzfristigen Vorbereitung. Die langfristige Vorbereitung: Bei der langfristigen Vorbereitung ist es ähnlich wie im eigentlichen Regattarennsport. Eine gute Vorbereitung auf die Saison mit genügend Ausdauertraining ist ein absolutes muss. Dabei sind 500 bis 1000 km Training im Vorfeld keine Seltenheit. Schließlich kommt es ja darauf an, den Marathon auch durchzustehen. Und das ggf. auch noch bei widrigen Bedingungen wie sie auf der offenen See vorherrschen können. Da sind 30 bis 40 km bei einem Gegenwind der Windstärke 4-5 und Seegang keine Seltenheit. Und einfach unterwegs aussteigen ist zwar manchmal möglich aber auch nicht immer ganz einfach. Da muss Kontakt aufgenommen werden, dass man an der besagt abgeholt wird. Aber das ist ja nicht das Ziel einer Teilnahme am Marathon.

Die kurzfristige Vorbereitung: Hier steht das Bootsmaterial im Vordergrund. Je nach Art der Veranstaltung wählt der Fahrer auch sein Boot aus. Ein Wettkampf auf der Ostsee wird meist mit anderen Booten gefahren als auf Binnenseen oder gar bei Flussmarathons. Auch bei der Auswahl des Paddels bei der Blattgröße und Paddellänge kann es Unterschiede geben.

Ein weiterer Punkt ist die Vorbereitung der Bootsausrüstung. Viele Boote sind wie auch im Seekajakbereich üblich mit einer Lenzpumpe ausgerüstet. Dazu kommt ein Kompass und wenn möglich ein GPS sowie in vielen Fällen auch Kartenmaterial bis hin zu Seekarten mit denen man auch umgehen können sollte. Da einzelne Etappen bis zu 12 Std. dauern können, ist das Gefühl einen perfekten Sitz zu haben das allergrößte Problem. Das kann man nur durch unermüdliches paddeln auf diversen Marathons und langen Trainingsstrecken herausfinden. Nichts ist schlimmer als das man nicht mehr im Boot sitzen kann weil dann auch keine optimale Kraftübertragung mehr möglich ist. Ein weiterer Punkt ist die Nahrungs-u. Getränkeversorgung. Will man ganz vorn mitfahren hat man keine Zeit Pausen einzulegen, um Nahrung aufzunehmen weil das Zeit kosten würde. Außerdem lassen die schnellen aber auch kippligen Multisportboote es nicht zu bei bewegten Wasser Pausen zu machen. So wird der Körper entweder mit entsprechenden Müsli - oder Proteinriegeln oder Powergels versorgt. Gleiches trifft für die Getränkeversorgung zu. Je nach Streckenlänge und Temperatur werden zwischen 4-6 l Flüssigkeit benötigt. Man kann als grobe Faustregel sagen pro 10 km 1l Flüssigkeit wobei man unter 20 km mit weniger auskommt und bei 40 km oder mehr entsprechend mehr Flüssigkeit benötigt. Hier dienen isotonische Getränke verschiedener Hersteller und Cola. Wichtig ist das der Sportler bereits vor dem Start genügend Flüssigkeit zu sich nimmt und rechtzeitig im Verlauf des Rennens stetig kleine Mengen von max. 150 ml trinkt, weil diese der Körper aufnehmen kann.

Man rechnet für eine gute Startvorbereitung mindestens 2-2,5 Stunden Zeit. Das bedeutet mindestens um 4:00 Uhr aufstehen wenn bei Langstrecken der Start schon um 6:00 Uhr in der Früh ist. Auch hier ist das Warmfahren vor dem Start besonders in den Morgenstunden äußerst wichtig, denn nichts ist schlimmer als wenn man die ersten Kilometer schon mit verhärteter Muskulatur angeht. Aber auch ein zu hohes Tempo ganz schaden umso wichtiger ist es sein persönliches Tempo zu finden. Deshalb fahren die Spitzenleute mit GPS und Pulsmessgeräten. Wie schon eingangs erwähnt handelt es sich meistens um Massenstarts. Da gilt es eine gute Position zu finden und Welle fahren ist hier unausbleiblich.

Am Ziel angekommen ist man dann doch in der Regel mit seiner Leitung zufrieden und der Adrenalinspiegel hat sich auch wieder normalisiert. Vielleicht hat man seine persönliche Leistung überboten oder nimmt sich vor beim nächsten Mal einiges besser zu machen.